Gedicht des Monats



Endlos wähnen wir die Tage
und den Sommer ohne Grenze,
doch ganz sacht neigt sich die Waage,
schwerer fallen Lied und Tänze.
Dunkel kommt und Licht vergeht,
Blumen- werden Tannenkränze.
Schnee fällt, Frost klirrt, Eiswind weht,
Schlafes Schwester wiegt die Welt,
die im Traum die Sonne hält
und zur Weihnacht aufersteht.




Wald-Abend
Foto: Martin Ecker