Gedicht des Monats


Schaf und Hirte

Wie ist die Nacht so weit und licht
über des Waldes Schlaf.
Die Erde ruht, der Himmel spricht
und ein verlorngegangnes Schaf
blökt fragend in den Frieden,
verirrt und ausgeschieden.

Er sieht so hell – der Herde Hirt.
Er macht sich auf im Schein
des Engels, der ihn führt.
Holt das Vergangne ein.

In manchen Nächten bin ich Hirt
und suche, was mich bindet,
Schaf oft in anderen, verwirrt
wartend, bis wer mich findet.



Schaf

Foto: Martin Ecker