Gedicht des Monats



Biegsamer werden Licht und Stunde,
weich trägt er in die Wälder ein,
der neugeborne Geist, die Kunde:
„Nun heilt des harten Winters Wunde.
Alles, was war, wird wieder sein!“

Zerfrorene Träume treiben Blüten,
die Frucht als ihre Zukunft spüren
und Mädchen streuen aus ihren Hüten
die Hoffnungen, die fast verglühten,
auf Wege, die ins Neue führen.

Da sind sie, Blumenwiesen, Bäche,
das Gras, die Bäume, das Getier
und mit dem ist Franziskus hier;
hält unter seiner Hände Fläche
das Lamm; und wenn es zu uns spräche,
kläng es von Gott: „wem opfert ihr?“
Verstünden wir?




bluehen

Foto: Martin Ecker